ERASMUS + Projekte an der Heilstättenschule Linz
Die Kollegen und Kolleginnen der Heilstättenschule Linz sind stolz darauf, ein aktiver Teil des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ zu sein. Durch die Teilnahme an internationalen Projekten konnten wir wertvolle Impulse für unsere Arbeit gewinnen und innovative Konzepte entwickeln, um die besonderen Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler während ihres Klinikaufenthalts zu unterstützen.
Bis heute haben wir an vier Erasmus+ KA2-Projekten teilgenommen. Dabei handelte es sich jeweils um strategische Partnerschaften, die uns die Möglichkeit boten, gemeinsam mit Partnerorganisationen aus verschiedenen Ländern neue Ansätze in der Bildung zu entwickeln und zu erproben und gegenseitig den Unterricht zu beobachten:
1.) Projekt: “MoviLe” – Mobiler kooperativer Lerndesktop
01.01.2016 – 31.03.2019
Im Rahmen des Projekts “MoviLe” wurde der bereits entwickelte MokoDESK – ein mobiler, kooperativer Lerndesktop – weiterentwickelt. Ziel war es, die möglichst kontinuierliche Beschulung von kranken Kindern sicherzustellen, selbst wenn diese über längere Zeiträume von ihrer Stammschule abwesend waren. Deutschland übernahm hierbei die Projektleitung, während Österreich als Partnerland eng in die Entwicklung und Umsetzung eingebunden war. Dieses Projekt setzte frühzeitig Maßstäbe für digitale Bildungsansätze, noch bevor Lernplattformen zum Standard wurden.
2.)Projekt: “digiLIKE” – Digitales Lernen im Krankenhaus
01.09.2019 – 31.08.2021
Dieses Projekt wurde von Österreich, vertreten durch das Institut IIB aus Linz und in Zusammenarbeit mit Lehrern und Lehrerinnen der Heilstättenschule initiiert und geleitet. Der Fokus lag auf dem digitalen Lernen in Krankenhausklassen sowie auf der Zusammenarbeit mit den Herkunftsschulen der Kinder. Ziel war es, innovative Strategien zu entwickeln, um den Bildungsweg unserer Schülerinnen und Schüler nahtlos zu gestalten und den digitalen Austausch mit den Heimatschulen zu fördern.
Neben Österreich waren auch Deutschland und Bulgarien als Partnerländer beteiligt. Gemeinsam wurden neue Ansätze erarbeitet, um das digitale Lernen in Krankenhausklassen zu stärken und den Einsatz moderner Technologien in den Unterricht zu integrieren.
3.) Projekt: “body-language-abstraction” – Ausdruck durch Kunst und Bewegung
03.01.2022 – 03.07.2024
Dieses Projekt wurde von Frankreich geleitet und beschäftigte sich mit der Förderung der Selbstwahrnehmung und des Selbstausdrucks von Kindern und Jugendlichen in Heilstättenschulen. Ziel war es, kreative Ausdrucksformen wie Bewegung, Körpersprache und Abstraktion in den Schulalltag zu integrieren, um die persönliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.
Neben dem kreativen Austausch lag ein weiterer Schwerpunkt darauf, die Schülerinnen und Schüler für einen adäquaten und selbstbewussten Ausdruck im Unterricht zu stärken. Dies sollte ihnen helfen, nicht nur ihre Persönlichkeit zu entfalten, sondern auch besser in schulischen Kontexten zu bestehen.
Gemeinsam mit den Partnerländern Italien, Finnland und Österreich wurden innovative pädagogische Ansätze erarbeitet, die den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Gefühle und Gedanken auf kreative Weise auszudrücken und gleichzeitig ihre persönlichen Stärken sowie ihr Selbstbewusstsein gezielt zu fördern.
https://bodylanguageabstraction.jimdofree.com/
4. Projekt: Pädagogische und praktische Ansätze für den Unterricht an Schulen für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen
01.01.2025- 31.12.2025
Die pädagogische Arbeit an Krankenhausschulen sowie an Schulen für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche stellt besondere Anforderungen an Lehrkräfte und pädagogische Fachpersonen. Der fachliche Austausch und das Lernen voneinander spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig gibt es bislang nur wenige etablierte Möglichkeiten, Erfahrungen, Konzepte und bewährte Praxis in diesem speziellen schulischen Kontext systematisch zu teilen und weiterzuentwickeln.
Genau hier setzt das Erasmus-Projekt an: Ziel ist es, einen strukturierten Austausch zwischen Fachkräften aus diesem speziellen schulischen Bereich zu ermöglichen und damit eine Grundlage für nachhaltige Vernetzung zu schaffen und gezielt pädagogische Konzepte zu vergleichen.
Um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und voneinander zu lernen, wurde der Blick über nationale Grenzen hinaus erweitert. Die Projektpartnerschaft entstand aus gemeinsamen klinischen Schwerpunkten sowie bestehenden persönlichen Kontakten und verbindet die Klinikschulen in Linz, Paderborn, Wiesbaden und Bad Homburg. Geleitet wurde das Projekt von unseren Partnern aus Deutschland.
Internationale Begegnungen und Austausch
Ein besonderer Mehrwert dieser Projekte war die Möglichkeit, unsere Partnerschulen in den jeweiligen Ländern zu besuchen. Diese Begegnungen haben unser Verständnis für unterschiedliche Bildungssysteme erweitert und uns inspiriert, neue Ansätze in unsere Arbeit zu integrieren.
Gemeinsam für eine bessere Bildung
Unsere Teilnahme an Erasmus+ Projekten zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, um innovative Bildungswege zu schaffen und Barrieren abzubauen. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft mit unseren europäischen Partnern an spannenden Projekten zu arbeiten und unseren Beitrag zu einer Schule ohne Grenzen zu leisten.
Weitere Informationen zum Thema Erasmus+
